Was sollte in den „Polling – Optionen“ für NICHT gebundene Ausgangsvariablen (nvo) eingestellt werden?

Grundsätzlich ist es zu empfehlen, Ausgangsvariablen auf Eingangsvariablen des LNS-Netzwerk-Interfaces zu binden. Ist eine Ausgangsvariable eines Gerätes dennoch nicht auf eine Eingangsvariable des LNS-Netzwerk-Interfaces gebunden, sollte die Option „LNS Polling“ ausgewählt werden. Dabei muss für diese Ausgangsvariable eine Pollzeit größer 0 eingestellt werden (beispielsweise 100), um das zyklische Polling dieser Ausgangsnetzwerkvariablen im angestrebten Intervall zu erreichen. Die Pollzeit beeinflußt dabei entscheidend die Netzwerkkommunikation und die Rechnerperformance. Jeder Pollvorgang jeder Netzwerkvariablen führt im günstigsten Fall zu 2 Nachrichten im LON-Netzwerk. Berücksichtigt man beispielsweise die maximale Bandbreite eines FT-Segmentes von ca. 200 Nachrichten pro Sekunde, wird dieses Segment bereits bei 50 gepollten Ausgangsvariablen mit jeweils einem Intervall von 1 Sekunde (= 2 x 50 / s = 100 Nachrichten pro Sekunde) nur mit diesen Nachrichten zu 50% belastet. Nutzt man das Pollverfahren, sollte man die Skalierung der Pollraten und Anzahl der Netzwerkvariablen gut planen, um sowohl die Netzwerkbelastung als auch die Rechnerperformance in günstigen Bereichen zu halten. In der Regel ist dieses Verfahren nur für kleine Netzwerke, wenige Datenpunkte und lange Reaktionszeiten geeignet.

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